Schön, dass du hier vorbeischaust.
Hier in der der Galerie kann ich dir einige meiner Bilder und ihre Geschichte vorstellen.
Zu einem Hauptwerk, also einem Ölgemälde, gehört auch immer eine ganze Reihe weiterer Grafiken, die den Prozess hinter dem “fertigen Bild” offenbaren. Diese Grafiken biete ich als limitierte Drucke an. Falls du Interesse an einer noch nicht ausverkauften Serie hast, kannst du gerne Kontakt zu mir aufnehmen.
Viel Spaß beim Reisegeschichten entdecken ;)

the ever changing
Öl auf Leinwand 80 x 120 cm
verkauft
Kein anderes Werk hat mich so geprägt, wie “the ever changing”
Ich begann mit einer festen Vorstellung in meinem Kopf und hielt wie besessen daran fest. Immer und immer wieder übermalte ich das bereits Vorhandene, “schwärzte” das Bild und begann erneut beim Ursprung.
Manche Tage, an denen ich mich an das Bild setzte waren voller Hoffnung und Zuversicht, an anderen Tagen quälte ich mich bereits, bevor ich überhaupt den ersten Pinselstrich getätigt hatte.
Irgendwann kam der Punkt, an dem ich begann zu akzeptieren, auch wenn es nur ein kleiner Bereich des Bildes war, den ich nicht mehr änderte und schütze.
Langsam lernte ich perfektionistische Gedanken niederzulegen und fand mehr Frieden und Freude beim Malen. Ich began die einzelnen Schritte wertzuschätzen und zu nehmen, wie sie waren, ohne sie und mich zu bewerten oder zu verurteilen.
Je mehr ich mich löste, desto schöner fand ich das Ergebnis.
Ich finde diesen Prozess so wichtig, dass ich ihn mit dir teilen möchte.
Wandlung
Photographie
7/7
Das ursprüngliche Ziel ist in dieser Phase bereits verworfen, ein neues noch nicht geformt. Ein Wandel der ursprünglichen Form und Farbgebung ist bereits deutlich zu sehen.
Doch auch diese Phase, so zwischen den Entscheidungen, ist unverzichtbar und für sich betrachtet auch ein ganz besonderer Augenblick.
Ins Blaue
Mixed Media
2/7
Wenn man etwas Neues beginnt, so ist es unmöglich zu sagen, wo die Reise genau hingeht und wie sie enden wird.
Selbt wenn man denkt, dass man einen Plan hat.
Und dennoch treten wir die Reise an, voller Vertrauen, dass wir am Ende dort sind, wo wir sein sollen.
Auf diesem Bild siehst du eine sehr frühe Phase des Bildes. Zu Beginn dachte ich es wäre mein einziges Ziel,dieses Bild der zwei Federn in ihrer innigen Haltung möglichst gleich und perfekt kopiert auf die Leinwand zu bringen.
Dass ein ganz anderer Weg folgen sollte, war mir damals noch nicht klar, zum Glück.
Vorbereitung
Mixed Media
3/7
Es ist gut, voller Motivation und Zuversicht in ein neues Projekt zu starten. Der Glaube daran, dass es gut sein wird, muss stärker sein als die Angst zu versagen.
Hier siehst du den Start von „the ever changing“: die Photographie, die als Vorlage diente, kombiniert mit einer Aquarellskizze zur Vorbereitung.
Hätte mir jemand gesagt, dass ich vier Jahre mit diesem Projekt beschäftigt sein würde, hätte ich wahrscheinlich nicht begonnen. Gut, dass man am Anfang noch nicht alles über den Weg weiß.
Weitermachen
Mixed Media
4
/7
Warum ist es wichtig weiterzumachen?
Je länger ich an „the ever changing“ arbeitete, umso mehr Freude bereitete es mir. Mit jedem Schritt entfernte ich mich vom Gedanken der Perfektion.
Weiterzuarbeiten war oft eine Überwindung, da ich mich vor einem enttäuschenden Ergebnis fürchtete.
Die anfänglichen Schwierigkeiten und manchmal quälenden Stunden der perfektionistischen Arbeit verblassten jedoch Schritt für Schritt, und ein neues Gefühl der Ruhe und Zuversicht nahm seinen Platz ein.
Neuer Horizont
Mixed Media
5/7
Auf einer Reise betrachtete ich eine gefundene Feder durch das Bullauge des Schiffes. Hinter ihr erstreckte sich der Horizont. Sie erinnerte mich daran, wie ein Prozess ganz unbemerkt den eigenen Horizont umgestaltet und immer wieder neu definiert. Die Phase, in der sich „the ever changing“ zu diesem Zeitpunkt befand, ist durch eine Detailaufnahme präsent.
Ebenen
Mixed Media
2/7
Vier Detailaufnahmen aus unterschiedlichen Phasen fügen sich zu einer neuen Ebene zusammen.
Schaut man zurück, ist es unmöglich, auf einen vorhergegangenen Schritt zu verzichten. Sich dessen bewusst zu werden, stärkt das Vertrauen, dass das was kommt zu etwas Gutem führen wird.
Vertrauen
Mixed Media
1/7
Wir benötigen ein Ziel, um uns auf den Weg zu machen. Aber was, wenn sich das Ziel auf demWeg ändert? Kann dennoch etwas Gutes und Schönes entstehen?
In diesem Bild treffen die bereits abstrakten Elemente aus einer späteren Phase auf den Anfangsgedanken und das Ziel der Perfektion.
Obwohl sie Jahre des Prozesses trennen, scheinen sie verbunden zu sein und bilden eine eigene Ästhetik, die sagt:
„Geh los und vertraue auf den Prozess.“
Ursprung und Ziel
Mixed Media
2/7
Eine der ausgewählten Photographien, die als Grundlage des Gemäldes dienen, begegnet einem anfänglichen Schritt. Ursprung und erdachtes Ziel scheinen noch klar geformt. Ganz langsam und fast unbemerkt beginnt sich die Geometrie des Bildes neu zu formen.
Wertschätzung
Mixed Media
2/7
Warum sollte man unperfekten Zwischenschritten eine Chance geben? Während der Entwicklung des Bildes hielt ich immer wieder einzelne Details fest. Ich betrachtete nach dem Malprozess jede Phase und fand Wertschätzung für die kleinen Erfolge. Jede Phase, jeder Zwischenschritt bestärkte mich daran weiterzumachen, selbst wenn ich diese wieder übermalen musste.
Kleine Erfolge, wenn auch nicht perfekt, schenken Mut, dass weitere Schritte gut sind und ein in der Ferne liegendes Ziel erreicht werden kann. Wenn man sich nur erlaubt diese umperfekten Zwischenschritte wertzuschätzen.
Im Flow
Mixed Media
3/7
Die Photographien der Federn gehören zu den ersten Schritten im gesamten Prozess. Hier wird eine dieser Photographien mit einem schwungvollen Detail aus „the ever changing“ zusammengeführt. Es sollten sehr viele Stunden vergehen, bis es möglich war mit einer Art der Leichtigkeit an die Leinwand heranzutreten. Wenn das Neugelernte und Erarbeitete plötzlich leicht von der Hand geht, hält man kurz an, atmet tief durch, genießt den Moment und macht einfach weiter.
Einhundert Prozent
Mixed Media
1/7
Wie errechnet man sich eigentlich einhundert Prozent, bei einem Projekt, oder einem Bild, dass nur in der eigenen Vorstellung existiert? Je stärker die einhundert Prozent definiert und fixiert sind, desto schwieriger wird es sich auf einen Prozess einzulassen, der einen vielleicht viel weiterbringt, als das ursprünglich fixierte Ziel. Aus gewohnten Denkmustern auszubrechen kann schwer sein. Ist der Kopf jedoch frei von der innerlichen Prozentbewertung der eignen Handlungen, erfährt man eine ganz andere Art des Arbeitens.